Trauer um Ehrenkommandant Karl Müller


Die Freiwillige-Feuerwehr Reilingen trauert um ihren Ehrenkommandant Karl Müller der am 04. August 2016  im Alter von 87 Jahren verstorben ist.

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Im Jahr 1942 trat Karl Müller der Freiwilligen Feuerwehr Reilingen bei und erhielt in diesen 71 Jahren die höchsten Ehrungen. Als Müller den Floriansjüngern beitrat, gab es in Reilingen noch keine Feuerwehrautos. Es wurde mit zwei oder drei Schlauchwagen ausgerückt, die von Hand gezogen wurden. Später übernahm Karl Müller auch die höchste Verantwortung: von 1971 bis 1984 amtierte er als Kommandant und war entscheidend an der Modernisierung der Reilinger Feuerwehr engagiert.

1979 konnte er das neue Feuerwehrgerätehaus auf dem Hofgelände des Franz-Riegler-Hauses einweihen, nachdem das alte Spritzenhaus an der Ecke Kirchenstraße / Alt Friedhofstraße (heute Wohn- und Geschäftshaus) seine Aufgabe nicht mehr erfüllen konnte. Dank seiner Weitsicht, was die Wahl des Standortes anging, war 2005 ein Um- und Erweiterungsbau des Feuerwehrgerätehauses möglich.

In Müllers Amtszeit fielen die Umstellung von der Sirenenalarmierung auf den stillen Alarm per Funkwecker ebenso wie Erneuerung des Fuhrparks: 1974 wurde das erste Tanklöschfahrzeug TLF 16 beschafft. Im den 1980ern komplettierten ein neues Löschfahrzeug LF 8 und erstmals ein Mannschaftstransportwagen den zeitgemäßen Fahrzeugbestand der Floriansjünger.

Weitsichtig gab Karl Müller den Anstoß, dass 1975 eine Jugendfeuerwehr gegründet wurde. Diese schaffte die Voraussetzungen für einen dauernden Bestand der aktiven Mannschaft. Schließlich haben der Großteil aller derzeit aktiven Wehrfrauen und –männer ihre Laufbahn in der Jugendwehr begonnen.

Auch wenn Karl Müller 1984 zum Ehrenkommandanten ernannt wurde, legte er seine Hände nicht in den Schoß. Noch lange Jahre war er Leiter der Altersmannschaft, stand im Feuerwehrausschuss mit Rat und Tat zur Seite und engagierte sich im Austausch und der Partnerschaft mit Jargeau.

Mit Karl Müller verliert die Freiwillige-Feuerwehr Reilingen einen beliebten Kameraden, der sich der Feuerwehr Reilingen verdient gemacht hat. Unter dem Wahlspruch „Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr“ lebte er die Tradition der Feuerwehr.