Generalversammlung 22.03.2019


Bei Unwetter, langandauernder Hitze, im Brandfall oder bei benötigter technischer Hilfe ist ein jeder froh, wenn Menschen ihre Freizeit opfern, um Abhilfe zu verschaffen. Die Rede ist von der Freiwilligen Feuerwehr.

Diese stellte in der Jahreshauptversammlung unter der Führung von Kommandant Markus Piperno die Jahresberichte für 2018 vor. Die Aktiven, die Jugend, die Altersmannschaft, der Spielmannszug und der Kassierer berichteten, wie das vergangene Jahr gelaufen ist.

Der zweite Kommandant, Florian Schulze, berichtete über die Einsätze der Wehr. Im Jahr 2018 verbuchte die Wehr 79 Einsätze, darunter 17 Brände, 33 technische Hilfeleistungen, 18 Sicherheitswachdienste und neun Fehlalarmierungen. Es wurden dafür 1160 Stunden aufgebracht und 12,5 Kammeraden waren durchschnittlich im Einsatz. Mittels einer Statistik wurden die sogenannten „kritischen Alarmzeiten“ ermittelt, welche 40 Prozent der Einsätze ausmachten. Diese sind wochentags zwischen 6 und 18 Uhr.

Bürgermeister Stefan Weisbrod lobte die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr ausdrücklich. Grund dafür war, dass er am eigenen Leib erfahren hat, was diese Arbeit bedeutet: „Ich selbst habe beim Brand im Flüchtlingsheim die Anwohner aus den Betten geklingelt, um Schlimmeres zu vermeiden. Das ist kein leichter Job und jedem Einzelnen gehört mein größter Respekt“.

Nach Anschaffungen von Wärmebildkameras, Türöffnungswerkzeugen, Mannschaftstransportwagen und einem Schnelleinsatzzelt folgen 2019 unter anderem die Umstellung auf Digitalfunk und der Re-launch der Webseite.

Spielmannszug gut aufgestellt

„Im Rhein-Neckar-Kreis gibt es aktuell elf offizielle Spielmannszüge, wobei einer kurz vor der Schließung steht.“ Das gab Jürgen Oechsler bei seinem Jahresbericht des Spielmannzuges an. Mit 27 Mitgliedern sei der Zug gut aufgestellt, wobei die Auftritte von 23 auf 19 reduziert werden mussten. Dies liege vor allem am Personalmangel. „Im Moment ist es uns aus diesem Grund nicht möglich, weitere Veranstaltungen musikalisch zu begleiten“, so Oechsler weiter.

Die Jugendfeuerwehr unterstützte 2018 den Martinsumzug bereits zum zweiten Mal. Dieses Mal konnten die Mädels und Jungs mit selbst gebastelten Laternen und Fackeln glänzen. Wie es sich für die Jugend gehört, gab es nicht nur Pflichtprogramme, sondern auch Ausflüge wie zum Beispiel nach Tripsdrill und eine Maitour, welche den acht Mädchen und 15 Jungs willkommen waren.

Eine kleine Finanzspritze für ihre weitere Arbeit erhielten Stefan Grahlert und seine Jugendwehr von der Altersmannschaft. Kassierer Dominic Hild berichtete, dass das Jahr 2018 aufgrund der vielen Ausflüge einen negativen Abschluss aufweist.

Ehrennadel in Gold

Als Höhepunkt der Veranstaltung wurden Mitglieder geehrt. Mike Supper und Rainer Astor wurden für ihre 30-jährige Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr vom Kreisfeuerwehrverband mit der Ehrennadel in Gold ausgezeichnet.

Geehrt für regelmäßigen Übungsstundenbesuch:

Fabian Klett, Stefan Grahlert, Michael Hoffmann, Christoph Walter, Clemens Riedel, Marius Katzenberger, Tom Haase, Justin Hoffmann, Timo Frey, Sabrina Lüll, Jürgen Oechsler, Alexander Dietz, Viktor Faber, Sebastian Ehrstein

Beförderungen:

Christoph Walter, Justin Hoffmann, David Weißmann, Lukas Kolb wurden zum Feuerwehrmann, Jennifer Lensch zur Hauptfeuerwehrfrau und Timo Frey zum Löschmeister ernannt.

Alles in allem blickte Kommandant Piperno am Ende der Versammlung auf ein erfolgreiches Jahr zurück und hoffte im Sinne der Bürger auf wenig Arbeit im laufenden Jahr.

Aus der Schwetzinger-Zeitung vom 27.03.2019