Brandschutzerziehung bei der Ferienbetreuung


Reilingen ist ein brandsicheres Pflaster geworden. Denn neben der Freiwilligen Feuerwehr besitzt die Spargelgemeinde seit gestern 30 Kleine Brandschutzspezialisten. Trotz Ferien waren die Kinder der Ferienbetreuung bereit sich dem Thema Brandschutzerziehung voll und ganz zu stellen. Betreuerin Birgit Sturm engagierte die Einsatzkräfte Sebastian Ehrstein und Katrin Dietrich,  von der Freiwilligen Feuerwehr Reilingen, die die Ferienkinder in dem breiten Spektrum von Feuer und Sicherheit unterrichteten. Was die Feuerwehr genau macht zeigte zu Beginn ein Film, der selbstverständlich viele Fragen und viel Interesse bei den Kindern weckte. Doch wie entsteht eigentlich ein Feuer? Nur wer das weiß kann es auch erfolgreich verhindern oder löschen.

Mit vielen kleinen Experimenten zeigte Sebastian auf, welche Stoffe brennen, welche nur schmoren und was auch überhaupt nicht brennt. Denn nur das richtige Mischungsverhältnis von brennbarem Stoff, Sauerstoff und Zündtemperatur macht es möglich. „Das große Stück Holz und der Stuhl haben jetzt nicht gebrannt weil die Flamme so klein war“ stellte Hannah fachmännisch und richtig fest. Weiter ging es mit der Demonstration einer Mehlexplosion, die die Kinder mit großen Augen beobachteten und ihre neuen Erkenntnisse auf den Arbeitsblättern festhielten.

Deutlich war auch, dass wenn es brennt immer Rauch entsteht der nicht nur stinkt, sonder auch sehr gefährlich ist. Deshalb ist es wichtig in jedem Raum einen Rauchmelder zu haben. In einem kleinen Häuschen wurde gezeigt das Rauch immer nach oben steigt und so an den Rauchmelder gelangt. „ Ist das laut, da wacht man nachts ganz bestimmt auf „ stelle Nico richtig fest als das kleine weiße Teil anfing zu piepsen.

Sollte es doch mal zu einem Feuer kommen muss die Feuerwehr gerufen werden, da waren sich alle einig. „Doch was muss ich da alles sagen?“ wollte Fabian wissen. Es wurde besprochen was die Leitstelle wissen muss und das man erst dann auflegen soll wenn die Stimme am anderen Ende dies sagt. Doch besser als die Theorie ist die Praxis. So machte sich Feuerwehrfrau Katrin auf ins nächste Zimmer und wartete auf das Klingeln des Handys um den Übungsnotruf von Anabel entgegenzunehmen. Sie machte dies richtig gut, musste aber feststellen „oh man, da ist man ganz schön aufgeregt bei so einem Anruf, und bei uns ist ja gar nichts passiert“.

Zum Abschluss des ersten Tages ging es dann noch zu einer Expedition durch das Schulhaus. Wo gibt es Rauchmelder, Feuerlöscher, Alarmköpfe, Fluchtpläne und Notausgangsschilder? Auf der Brandschutz- Prüfliste für Schulen konnten dann bis auf eine Frage alle mit einem klaren ja beantwortet werden, was zeigte das in der Reilinger Schule alle Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden. Die eine Frage die kein ganz so klares ja erlaubte wird gleich am Montag von den neuen Brandschutzbeauftragten vor Ort geklärt.

An Tag zwei ging die Ausbildung im Feuerwehrhaus weiter. Es wurde die Einsatzkleidung unter die Lupe genommen und ausprobiert. Als Sebastian das Atemschutzgerät mit samt Maske anlegte wurde er gleich von den Kindern mit „Darth Vader“ aus Star Wars verglichen. Die Schutzkleidung mit der Atemschutzausrüstung, Lampe, Funkgerät und Leinenbeutel wiegen  insgesamt ca. 25 kg. Zum Vergleich verriet Hannah selbstbewusst dass sie 23 Kilo wiege. So konnten sich die Kinder vorstellen, dass es sich so anfühlen müsste wie wenn die Einsatzkräfte ihre Einsätze mit Hannah auf dem Rücken bewältigen müssten.

„Wie viel Wasser ist denn eigentlich in dem Feuerwehrauto“ interessierte Pascal ganz besonders. Bei der Antwort, dass dies fast so viel sei wie ca. 20 Badewannen voll Wasser staunten die Kinder nicht schlecht. Natürlich fanden sie auch noch aller Hand weiter Interessante Sachen und die mussten einsehen, dass die Feuerwehrschere doch um einiges größer und schwerer ist als ihre Bastelscheren zu Hause. Zum Abschluss der Brandschutzerziehung bewiesen die sieben bis neun jährigen Kinder, dass sie auch das zielsichere Spritzen mit den Feuerwehrschläuchen beherrschten.

 Nach dem Kommando „Wasser halt!“ erhielten sie von Katrin Dietrich eine Urkunde die sie als kleine Brandschützer auszeichnete und von Sebastian Ehrstein eine persönliche Einladung in die Jugendfeuerwehr. Ab nun wird in Reilingen und besonders in der Friedrich von Schiller- Schule die allgemeine Sicherheit nochmals erhöht sein, denn die Brandschützer werden ihrer Aufgabe sicher alle Ehre machen.