Funktionsgerechtem und zukunftsfähigem Domizil näher


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Große Freude herrschte am Freitagabend bei der Feuerwehr und dem DRK in Reilingen,denn mit dem ersten Spatenstich durch Bürgermeister Walter Klein und Unterkreisführer Peter Bierlein, den örtlichen Feuerwehrkommandanten Volker Steinle, den DRK-Ortsvorsitzenden Herbert Nehiba sowie Corinna Beichel von der Jugendfeuerwehr und Architekt Ralf Bender wurde symbolisch mit dem von beiden Rettungsorganisationen lang ersehnten Um- und Erweiterungsbau des Feuerwehrgerätehauses begonnen.

In seiner Ansprache hatte das Gemeindeober-haupt festgestellt, dass das 1979 erbaute Gebäude durch Weiterentwicklung der technischen Standards und der stetigen Zunahme der Einwohner in der Spargelgemeinde – und damit der Zahl der benötigten Feuerwehrleute und Einsatzfahrzeuge – den Anforderungen nicht mehr entsprochen habe.

Bereits im Juni 2001 wurde dem Gemeinderat erstmals eine Vorplanung für den Umbau, die Sanierung und Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses von der Gemeindeverwaltung vorgelegt. Nach der Weiterentwicklung der Pläne habe das Ratsgremium im September 2001 dem Entwurf zugestimmt. Und im März 2002 sei schließlich die Baugenehmigung erteilt worden.

„Mit dem ersten Spatenstich sind wir heute einem funktionsgerechten, optimal ausgestatteten, zukunftsfähigen und den Anforderungen und Bedürfnissen unserer Zeit entsprechenden Feuerwehrgerätehaus entscheidend näher gekommen“, stellte Walter Klein unter dem Beifall der in der Abendsonne angetretenen Mannschaften der Feuerwehr und des DRKs, sowie zahlreichen Gemeinderäten und Abordnungen benach-barter Feuerwehren fest.

Wie diese „gebaute Zukunft“ konkret aussehen soll, veranschaulichte anschließend der Reilinger Architekt, Ralf Bender. In enger Zusammenarbeit mit dem Kreisbrandmeister, der Feuerwehr und dem DRK sei es gelungen, einen Plan zu erarbeiten, der den Wünschen der beiden Rettungsorganisationen ebenso entspreche. wie den finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde Reilingen. Die neue, voll unterkellerte Fahrzeughalle werde nach Abschluss der Bauarbeiten im Juni 2005 zukünftig Raumfür zwei weitere Fahrzeuge bieten. Im Kellergeschoss sei die Schlauchwaschanlage integriert, im Erdgeschoss würden die Werkstätten vergrößert und den neuesten Vorschriften angepasst.

Um das gesamte Gebäude stilgerecht in die Umgebungsbebauung zu integrieren, erhalten, so der Architekt weiter, sämtliche Gebäudeteile Satteldächer. So sei es auch möglich, für den Spielmannszug im Dachgeschoss über der Fahrzeughalle einen Übungsraum zu schaffen.

Außerdem entstehe im Zwischenbereich des Hauptgebäudes und der neuen Fahr-zeughalle eine Galerieebene, die für Ausstellun-gen genutzt werden könne. Das darunter liegende Foyer mit Luftraum bie-te einen direkten Zugang zum neuen Aufzug, der einen flexiblen Transport von Schläuchen und Einsatzmaterial ermögliche. Im Erdgeschoss würden die Nassbereiche umorganisiert und zugleich auch Duschen und Umkleideräume für die Feuerwehrfrauen geschaffen. Und im Ober-geschoss entstehe ein zusätzlicher Schulungsraum sowie ein Büro für den Feuerwehrkom-mandanten.

Dadas direkt an das bisherige Feuerwehrhaus angebaute DRK-Gebäude in die Gesamtkonzeption mit eingebunden wurde, entstehen laut Ralf Bender durch die Verlängerung des Satteldaches nicht nur zusätzliche Räume im Dachgeschoss, sondern auch das Gesamterscheinungsbild des neuen Rettungszentrums werde harmonisiert.

Feuerwehrkommandant Volker Steinle dankte der Gemeinde Reilingen, trotz der schwierigen Finanzlage die dringend notwendige Investition vorzunehmen. Der Um- und Erweiterungsbau des Feuerwehrgerätehauses sei eine sinnvolle Sache, um die alltägliche Arbeit zu erleichtern. DRK-Vorsitzender Herbert Nehiba stellte fest, dass die Erweiterung des Platzangebotes im DRK-Gebäude die Arbeit des Rettungsdienstes vor Ort weiter verbessern würde.

Auch Unterkreisführer Peter Bierlein würdigte in Vertretung von Kreisbrandmeister Peter Michels das Engagement der Gemeinde Reilingen. Die Baumaßnahme würdige letztendlich auch den ehrenamtlichen Einsatz von engagier-ten, hoch qualifizierten und bestens motivierten Frauen und Männer im Dienst am Nächsten. Bierlein teilte mit, dass sich das Land BadenV6’ürttemberg als Fachförderung mit knapp 168 000 Euro an den Baukosten beteiligen wird. Reilingen erhält zudem aus dem Ausgleichstock des Regierungspräsidiums Nordbaden 360 000 Euro für Sanierung, Umbau und Erweiterung. Die Gesamtkosten für die Baumaßnahme belaufen sich auf rund 1,8 Millionen Euro.

Musikalisch umrahmt wurde der erste Spatenstich vom Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr unter der Leitung von Tambourmajor Mathias Schwärzel.

Autor: Ottmar Geiger