gelungenes Feuerwehrfest


Der Freiwilligen Feuerwehr und dem Spielmannszug Reilingen ist es am Wochenende gelungen, ein generationenübergreifendes Feuerwehrfest zu veranstalten. „Genau so war es unser Ziel“, sagte der Besitzer der blauen Mappe mit den Organisationsdetails, Michael Sturm, zufrieden. Mit verschiedenen Übungen, der großen 80er-Jahre-Party, dem abwechslungsreichen Musikprogramm und dem Angebot für die Kinder im Jugendfeuerwehrzelt wurde es keinem langweilig.

Die Kinder im Alter von acht bis zehn Jahren kamen mit dem großen Feuerwehrauto auf den Hof gefahren und erhielten von ihrer Gruppenführerin Christina (10) die Einsatzbefehle.

Schnell wurden die Schläuche ausgerollt, an den Verteiler und die Pumpe angeschlossen und das angenommene Brandobjekt umzingelt. „Die Kinder arbeiten hier nach der Feuerwehrdienstvorschrift und mit den gleichen Gerätschaften wie die Einsatzabteilung“, erklärte Kommandant Mike Supper den staunenden Zuschauern.

Eine Stunde später trat plötzlich Rauch aus dem Gebäude des Deutschen Roten Kreuz (DRK) genau neben dem Feuerwehrhaus. Karim El-Dabi, der bei dieser Übung den Besitzer des Brandobjektes spielte, kam hustend heraus und alarmierte die Feuerwehr. Beim Schrillen des Alarmtones über die Lautsprecher ließen neun Feuerwehrleute ihr Essen oder ihre Gesprächspartner stehen, rannten in die Umkleidekabinen und anschließend in Einsatzkleidung ins Feuerwehrauto.

„So geschieht es auch im Ernstfall: Egal, ob man schläft, isst oder einen spannenden Film schaut – beim Alarm kommen alle so schnell wie möglich ins Feuerwehrhaus. Viele dürfen auch von der Arbeit weg, um zu helfen“, kommentierte Mike Supper, als Menschenrettung und die Brandbekämpfung begannen.

Gruppenführer Michael Dietrich beruhigte zuerst den Besitzer, brachte ihn aus dem verrauchten Bereich und erhielt die Information, dass sich noch eine Person im Gebäude aufhalte. Schnell ging der Angriffstrupp mit der Wärmebildkamera vor und brachte den Verletzten nach draußen, wo ihn Florian Kuppinger und Markus Schwarz vom DRK versorgten. Eine Situation wie in dieser Übung kann die Feuerwehr, so Supper, zu jeder Zeit als Ernstfall treffen.

„Die vielen Besucher und deren großes Interesse zeigten uns, dass sie unsere Arbeit zu schätzen wissen. Bei den Übungen war es uns wichtig, der Bevölkerung zu zeigen, wie die Einsätze ablaufen, um somit noch mehr Vertrauen aufzubauen zu können“, sagte der Kommandant.

Elias (6) hatte sich schon seit Wochen auf das Feuerwehrfest gefreut, denn er wollte mit der Hockenheimer Drehleiter hoch hinaus fahren. Mit klopfendem Herzen hielt er sich an dem Korb fest, als er zu seiner Mama runterwinkte. „Das war ganz schön hoch“, berichtete er ihr anschließend und flitzte wieder in das Zelt der Jugendfeuerwehr, um sein Bild fertig zu malen.

Neben dem Reilinger Spielmannszug, der unter Leitung von Uwe Schuppel einige seiner neuen Stücke vorstellte, sorgten zahlreiche befreundete Züge am Sonntag für musikalische Unterhaltung. Auch die Feuerwehren aus dem Umkreis waren zahlreich vertreten. Zum Ausklang folgte ein Höhepunkt, der nicht mehr fehlen darf: das Zusammenspiel des Musikvereins Harmonie und des Reilinger Spielmannszug. Der „Marsch der Medici“ und der „Alte Kameraden“ bescherten den Besuchern wie auch den Musikern einen Anflug Gänsehaut und wurde mit lautem Applaus belohnt.

„Es ist schön zu sehen, dass sich die Menschen immer wieder über Musik freuen, somit macht uns das Spielen auch richtig Spaß“, freute sich der Geschäftsführer des Spielmannszugs, Jürgen Oechsler.

Im Hintergrund schreibt Michael Sturm noch schnell etwas in seine blaue Mappe für die Organisation. Vielleicht eine neue Idee für das Feuerwehrfest 2013?