Jahreshauptübung in der Friedrich von Schiller Schule


Schon oft wurde die Freiwillige Feuerwehr von der Schiller-Schule alarmiert. Zum Glück handelte es sich hierbei immer nur um Fehlalarme. „Dabei herrschte im Einsatzfahrzeug immer besondere Aufregung, gerade wenn es am Vormittag war und die Kinder alle Unterricht hatten“, berichtet Kommandant Mike Supper. „Die Menschenrettung steht immer vor der Brandbekämpfung und ein Schulhaus voller Kinder ist nicht nur eine körperlich belastende Aufgabe.“ Ein guter Grund, die Jahreshauptübung in diesem Jahr genau hier stattfinden zu lassen.

Kurz nach 14 Uhr fuhr das erste Fahrzeug mit Einsatzleiter Markus Piperno und seinem Zugführer Michael Dietrich auf den Schulhof. In schnellem Tempo liefen sie durch die Gasse der Zuschauer in Richtung Meldezentrale. Hier wartete auch schon der Hausmeister mit den ersten Informationen auf sie: „Der Brand muss in der Küche sein, vier Kinder sind vermisst.“ Die Meldeanlage bestätigte das Feuer. Die Einsatzleitung entschied, die Rettung von zwei Seiten anzugehen. Das erste Löschfahrzeug fuhr über die Auffahrt vor das Hauptgebäude. Ein Trupp unter Atemschutz machte sich auf den Weg in den Keller zur Küche. Das zweite Fahrzeug fuhr über den Schulhof auf die Rückseite des Gebäudes. Hier versperrte ein Zaun mit Tor den Weg. „Das kostet im Ernstfall wertvolle Zeit“, stellte ein Zuschauer richtig fest. „Würde es nicht Sinn machen, die Absperrung auf der anderen Seite anzubringen?“ Dem stimmten die Feuerwehrleute zu.

Vor dem Fenster des Brandraumes gab Gruppenführer Viktor Faber dem Angriffstrupp den Einsatzbefehl, zur Personensuche durch das Fenster in die Küche zu steigen. Zwischenzeitlich meldete Michael Sturm, Gruppenführer des ersten Löschfahrzeuges, dass drei Personen gefunden seien und an das Deutsche Rote Kreuz übergeben wurden. Wenige Minuten später wurde die Person in der Küche gefunden und durch das Fenster in Sicherheit gebracht. Nach dem Bekämpfen der fiktiven Flammen wurde der Raum mit einem Lüfter vom Rauch befreit und die Übung war beendet.

Schon vorab hatte Mike Supper die anwesenden Gemeinderäte informiert, die sich von der Übung und den Maßnahmen des vorbeugenden Brandschutzes in der Schule beeindruckt zeigten. „Die Rauchmelder lösen einen Alarm direkt an die Leitstelle aus, diese alarmiert sofort die Feuerwehr. Auch im Schulhaus selbst gibt es einen Alarmton“, erklärte Supper. Durch dieses System werde wertvolle Zeit eingespart, die im Ernstfall Leben und Sachwerte retten kann. Auch die Brandschutztüren, die in solch einem Fall schließen, haben viele Vorteile. „Sollte es wie im Fall der Übung hier in der Küche brennen, schließen sich die Türen automatisch und halten den Rest des Gebäudes rauchfrei. So können die Kinder gefahrlos über die anderen Treppenabgänge die Schule verlassen und es entstehen keine weiteren Schäden durch Verrauchung“, so Supper.

Zum Abschluss der Jahreshauptübung, bei der mehr als 30 Feuerwehrleuten Zuschauern einen beeindruckenden Anblick boten, trafen sich alle Beteiligten zu den Klängen des Spielmannszuges auf dem Schulhof.