Jahresrückblick 2010


Jahresbericht der Freiwilligen Feuerwehr Reilingen 2010 

Das Neue Jahr 2011 fühlt sich noch recht frisch an, und es ist an der Zeit einen kurzen Rückblick ins vergangene Jahr und die Arbeit der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Reilingen zu tun.
Auf den ersten Blick war es eigentlich ein ganz „normales“ Einsatzjahr. Die Bevölkerung dürfte durch die stille Alarmierung wenig von den Einsätzen mitbekommen haben.

Am Sonntag, den 28. Februar gab es durch einen Sturm mehrere Einsätze. Es handelte sich um Ziegel die drohten von  Dächern zu fallen oder schon gefallen waren, ein umgestürztes  Baugerüst auf einen parkenden PKW, umgestürzte Bäume  sowie Abdeckplanen auf einem Acker die sich durch den starken Wind selbstständig gemacht hatten, und den Verkehr einer naheliegenden Landstraße zu behindern drohten. Hier mussten wir mit ca. 15 Kameraden und 10 Arbeitern des Landwirtes die Planen zurückhalten und sichern.


Im März hatten wir nur zwei Einsätze wobei es sich jedes Mal um Unterstützung anderer Rettungsorganisationen handelte, Tragehilfe einer übergewichtigen Patientin sowie eine Brandnachschau mit der Wärmebildkamera.
Eine dicke Rauchsäule und lodernde Flammen stiegen am Montag den 12. April  über dem Gelände einer Autoverwertung in Reilingen in den Himmel. Ein Mitarbeiter verständigte um 13:15 Uhr die Freiwillige Feuerwehr Reilingen, die innerhalb weniger Minuten vor Ort war.

Nach Angaben der Polizei war beim pressen eines Schrott-PKWs eine Verpuffung entstanden, welche den Brand ausgelöst hatte. Die Flammen griffen schnell auf die Schrottpresse über, die binnen weniger Sekunden in Vollbrand stand. Einsatzleiter Michael Dietrich konnte mit einem Schaumangriff einen schnellen Löscherfolg erzielen.
Direkt neben der Brandstelle befand sich eine große Lagerhalle. Ein übergreifen des Feuers konnte von den rund 20 Einsatzkräften vermieden werden. Ein Mitarbeiter der Verwertungs-Firma war bei ersten eigenen Löschversuchen leicht verletzt worden.
Im Mai waren wir zu einer Tierrettung, sowie zu einer Brandnachschau unterwegs.
Im Juli mussten wir zwei Kleinbrände sowie zwei Fehlalarme abarbeiten.
Der August forderte von uns die fachgerechte Entsorgung eines zerbrochenen Quecksilber-Thermometers. Ein angeblicher notgelandeter Segelflieger beschäftigte die Wehrleute auch einen kurzen Nachmittag lang. Im September mussten wir zu einer weiteren Brandnachschau, sowie eine Ölspur beseitigen. Im Oktober alarmierte man uns zu einer Rauchentwicklung, und im November hatten wir eine Türöffnung, einen Fahrzeugbrand sowie einen spektakulären Gasaustritt an einem Flüssiggastank der defekt war. Auch hier waren alle Einsatzkräfte wieder gefordert um eine eventuelle Explosion zu vermeiden, bis der Wartungsmonteur einer Fachfirma das defekte Ventil ausgetauscht hatte.
Im Dezember waren wir bei einem Fehlalarm, der durch eine neue Dachflächenheizung in einem Industrielager ausgelöst worden war.
Diese verschiedenen Einsatzspektren verlangen natürlich auch eine entsprechende Ausbildung, die zusätzlich über das Jahr stattfand. Es wurden an den Dienstagen über das ganze Jahr verteilt zwölf Gruppenübungen, drei Gesamtübungen, drei Maschinistenübungen sowie mehrere spezielle Übungen zu den Themen Atemschutz, Erste Hilfe, Absturzsicherung und Funk abgehalten. Zusätzlich wurden die genannten Themen an sieben Samstagnachmittagen verstärkt geübt. Der Abriss des kath. Kindergartens St. Anna ermöglichte uns am 25. September eine Übung der besonderen Art. Unter den Augen vieler Kindergartenkinder mit ihren Eltern, konnte eine sogenannte „reale“ Übung ohne Folgen durch die Schäden in diesem Gebäude absolviert werden.

Menschenrettung sowie Türöffnungen wurden ausgiebig geübt. Auch eine 2007 speziell angeschaffte Rettungssäge wurde hier praktisch zum Einsatz gebracht. Solche Einsatzobjekte fördern die praxisnahe Ausbildung und können leider nur selten stattfinden.

 „Brand im Geräteschuppen des Wersauer Hof, 4 Personen vermisst“, mit diesem Satz wurde die Freiwillige Feuerwehr Reilingen  am Samstag  den 02.Oktober zur Jahreshauptübung alarmiert. Dem Bürgermeister sowie den anwesenden Gemeinderäten und der Bevölkerung konnten wir unsere Einsatzbereitschaft eindrucksvoll demonstrieren.


Natürlich gab es auch noch viele andere Ereignisse die die „aktiven“ der Wehr forderten, zwei Hochzeiten, das Feuerwehrfest, der traditionelle Osterausmarsch, viele runde Geburtstage aber auch Beerdigungen. Zusätzliche Fortbildungen an der Landesfeuerwehrschule Bruchsal für die Ausbilder und Führungskräfte, die Wartung und Reparatur der Fahrzeuge und Gerätschaften, und, und, und ..…
Am Ende kann man sagen, ein ganz normales Jahr für die Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Reilingen.
Und zum Jubiläumsjahr 2011 freuen wir uns mit der Bevölkerung und wollen unseren Anteil neben dem Tagesgeschäft dazu beibringen. Wir hoffen das wir am „Wochenende der Rettungskräfte“ am 18./19.06.11, viele Reilinger bei uns als Gäste begrüßen dürfen.

 MPi