Jahershauptübung


„Man hat gesehen, dass unsere Feuerwehr eine gut strukturierte und gut organisierte Truppe ist, und jeder genau weiß was zu tun ist“, sagte Bürgermeisterstellvertreter Peter Geng bei der Jahreshauptübung der Freiwilligen Feuerwehr  Reilingen. Gespannt stand er mit einigen Kollegen des Gemeinderates und interessierten Zuschauern auf dem Hof von Klaus Schröder, als kurz nach 14 Uhr der Übungsalarm ausgelöst wurde, und schon wenige Minuten später die ersten Fahrzeuge vor der neu erbauten Halle einfuhren. Sofort machte sich Einsatzleiter Markus Zöller zu dem Inhaber auf und holte sich erste Informationen zu den örtlichen Gegebenheiten und zu den Dingen die in der Halle gelagert waren, aus der bereits starker Rauch austrat.

Die Gruppenführer wurden über die Einsatzbedingungen unterrichtet und gaben ihren Mannschaften Einsatzbefehle. Nun musste alles besonders schnell gehen, da insgesamt fünf Personen vermisste waren und es galt diese so schnell wie möglich aus der brennenden Halle  zu rettet. Wie im richtigen Einsatz konnte man durch den von der Nebelmaschine erzeugten Rauch kaum etwas sehen.

Die Wärmebildkamera ist in solchen Fällen  ein Gerät das zum Lebensretter wird, da durch sie Gegenstände und Menschen erkennbar werden, und somit wertvolle Zeit bei der Rettung eingespart wird.  Natürlich wurde die großflächige Halle auch bei der Übung mit der Wärmebildkamera nach den vermissten Personen abgesucht und mehrere Trupps unter Atemschutz waren zur Menschenrettung eingesetzt.

Es ging vorbei an Landwirtschaftlichen Geräten, Maschinen, Fahrzeugen und Düngemittelvorräten und bald erhielt der Einsatzleiter die Meldung, dass alle vermissten Personen in Sicherheit waren. Zur Unterstützung war auch die Feuerwehr Hockenheim mit einem Löschfahrzeug gekommen, so wie es im Ernstfall auch wäre. Denn neben der Menschenrettung und den Löscharbeiten am angenommenen Brandobjekt müssten hier auch die weiteren Gebäude in unmittelbarer Nähe geschützt werden.

Somit gab Markus Zöller, nachdem die Menschenrettung beendet war den Befehl eine Riegelstellung aufzubauen. Kommandant Mike Supper erklärte im Laufe der Übung allen Zuschauern, welche Arbeiten die Einsatzkräfte gerade ausführen und auch warum sie das tun. Dabei ging er auch darauf ein, dass schnell eine ausreichende Wasserversorgung aufgebaut werden müsse, da der Hof über keinen Hydranten verfüge und die Tanks der drei Löschfahrzeuge schnell aufgebraucht sind. „Ein Fahrzeug unserer Feuerwehr hat eine Leitung von einem Unterflurhydranten in der Wörschgasse bis zu dem Löschfahrzeug der Feuerwehr Hockenheim verlegt“, sagte Supper. Markus Zöller ergänzte, dass auch aus einen landwirtschaftlichen Brunnen Wasser entnommen wurde und der Aufbau einer solch langen Wasserversorgung, in so kurzer Zeit, ein echter Kraftakt ist. „Man ist auf ausreichendes und gutes Personal angewiesen, denn das Wasser darf nicht ausgehen, und gerade hier müssen die Schläuche über eine sehr lange Stecke verlegt werden“. Dass die Reilinger Feuerwehr alles richtig und schnell gemacht hatte zeigte der Übungskommentar von Unterkreisführer Matthias Gerlach: „Bereits zehn Minuten nach der Alarmierung war Wasser am Strahlrohr und auch die Menschenrettung verlief sehr schnell“, sagte er und lobte die gute Zusammenarbeit der Einsatzkräfte und auch das gute Zusammenspiel mit der Hockenheimer Wehr. Auch der Inhaber des Hofes, Klaus Schröder, war von der Arbeit der Feuerwehr überzeugt und versprach: „Bei mir könnt ihr immer wieder Übungen machen, ganz egal wann und wo“ und lud zum Dank alle zu einer Stärkung ein.

Nach der musikalischen Umrahmung des Spielmannszuges nutze auch Peter Geng die Gelegenheit um offiziell seine Dank auszusprechen: „Ihr seid immer da, ganz egal ob Tag oder Nacht, und das ist gut für unsere Gemeinde. Wir wissen das zu schätzen und werden sie immer unterstützen. Vielen Dank“.

K.D.