Jugendfeuerwehr überzeugte bei Jubiläumsübung


Eine besondere Übung zu einem besonderen Anlass. Dies gab es am Samstagmittag in Reilingen zu bestaunen. Die Kinder und Jugendliche der Jugendfeuerwehr Reilingen, rückten zusammen mit ihren Aktiven Kameraden, welche ebenfalls in Jugendtagen bei der Jugendfeuerwehr weilten, zu einer gemeinsamen Übung aus. Und zwar zur Jubiläumsübung zum 35 jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr Reilingen. Aufgrund der großen Hitze wurde den Kindern eine Marscherleichterung gewehrt, und sie durften ihre Jacken zu Hause lassen. Aber Helm und Handschuhe waren natürlich dabei.

Nachdem Jugendwart Markus Zöller die Gäste begrüßt hatte, traf auch schon das MTW, unter anderem mit Einsatzleiter Michael Dietrich welcher selbst 8 Jahre in der Jugendfeuerwehr war und heute das Amt des 2. Stellvertretenden Kommandanten ausübt, ein.

Dieser erhielt von Jugendwart Markus Zöller erste Informationen zum Geschehen, und konnte so die nachrückenden Fahrzeuge präzise an ihre richtigen Standorte einweisen.

 Angenommen wurde ein Brand im E-Gebäude der Schule und 9 Kinder wurden vermisst.

Wenige Minuten nach dem Eintreffen betrat der Erste Angriffstrupp, bestehend aus Vater und Sohn das Gebäude.

Ihnen folgten gleich 2 weitere Trupps und es begann sofort die Suche nach den vermissten Personen.

 Damit die Verletzten auf schnellstem Wege in Sicherheit gebracht werden konnten entschieden die Truppführer diese durch das Fenster an einen dort wartenden Trupp zu übergeben.

Die Truppführer bestanden ausnahmslos aus den Jugendfeuerwehrmitgliedern, und die Aktiven Feuerwehrmänner und Frauen fügten sich deren Entscheidungen, auch wenn diese im echten Feuerwehreinsatz als Gruppen- oder sogar Zugführer agieren. Nach kurzer Zeit waren alle vermissten Kinder, aus dem durch eine Nebelmaschine verrauchten Gebäude, gerettet.

Um den Zuschauern die Vorgehensweise dieser Übung richtig verständlich zu machen erklärte der 1. Stellvertretende Kommandant Markus Piperno, ebenfalls ehemaliges Jugendfeuerwehrmitglied, die einzelnen Schritte.

Das große Staunen der Gäste war nicht zu übersehen. Es begeisterte wie selbst die Kleinsten schon mit dem gleichen Material und den Gerätschaften der Einsatzabteilunge arbeiten. Der Unterkreisführer Peter Bierlein aus Altlußheim, welcher im Anschluss die Übungskritik übernahm, erklärte dass er nichts zu kritisieren habe. Er könne nur den Verschlag machen, dass alle Aktiven Einsatzkräfte in Reilingen schon mit 45 Jahren aus dem Einsatzdienst ausscheiden können, da die Jugendfeuerwehr ihre Arbeit mehr als gut mache.

Kommandant Mike Supper, auch frühres Jugendfeuerwehrmitglied, berichtete über den Werdegang vom Gründungsjahr 1975 bis zum Jahr 2010. Er freute sich auch zahlreiche ehemalige Jugendwarte und natürlich Ehrenkommandanten Karl Müller, unter deren Amtszeit als Kommandant die Jugendfeuerwehr gegründet wurde, zu begrüßen. Auch Bürgermeister Klein wollte bei diesem besonderen Ereignis nicht fehlen. Er als Bürgermeister wisse die Jugendfeuerwehr besonders zu schätzen, verstärkt wurde dies noch als er hörte, dass seit dem Jahr 1986 insgesamt 65 Jugendliche in die Aktive Wehr übergeben wurden, und die heutige Einsatzabteilung zu 97% aus der Jugendfeuerwehr stammt. So könne er auch weiterhin gut schlafen, denn so lange es die Jugendfeuerwehr gibt, dürfte es an Einsatzkräften nicht mangeln. Musikalische Glückwünsche überbrachte der Spielmannszug unter der Leitung von Uwe Schuppel. Und Sabine Petzold, Vorsitzende der Kultur- und Sportgemeinschaft, freute sich diesem Jubiläum beizuwohnen, und plauderte aus dem Nähkästchen welche positiven Erfahrungen sie als Mutter eines Jugendfeuerwehrsohnes gemacht hatte.