Nachruf für unseren Ehrentambour Karl Sturm


Mit tiefem Bedauern erhielten wir am Donnerstag, 3. Oktober die Nachricht vom Tode unseres Ehrentambours und Neugründers nach dem Zweiten Weltkrieg, Karl Sturm.Er trat als 15jähriger Knabe im Jahre 1934 dem damals gerade 9 Jahre bestehenden Spielmannszug bei. In den ersten Jahren war er dabei als Tambour (Trommler) tätig, 1954 erlernte er auch die Kunst des Pfeifens.

Nach den Wirren des Zweiten Weltkrieges und der Nachkriegsjahre wurde Karl Sturm vom damaligen Kommandanten Schnepf gebeten, auch den Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr wieder ins Leben zu rufen. Diese Bitte stellte sich als Glücksfall für den Verein heraus. Mit 19 Mitgliedern holte er im Jahre 1949 den Spielmannszug wieder ins Leben zurück. Darunter befanden sich auch die heute noch Aktiven Fritz und Günter Schuppel.

Bis zum Jahre 1974, also 25 Jahre lang war Karl Sturm nicht nur Geschäftsführer, sondern gleichzeitig Schriftführer, Kassier, Tambourmajor, und Ausbilder und Pressewart in Personalunion.
Erst ein Jahr vor dem bis jetzt größten Ereignis des Spielmannszuges, dem 50jährigen Jubiläum im Jahre 1975 wurde eine Vorstandschaft gegründet, damit die zahlreichen Tätigkeiten nicht nur auf den Schultern einer Person lasteten, was sicher auch nicht zu bewältigen gewesen wäre.
Die Positionen des Vorsitzenden, Tambourmajors und Ausbilders behielt er jedoch inne. Erst im Jahre 1978 gab er diese Ämter nach beinahe 30 Jahren an Herwart Dorn und Werner Hoffmann, also in jüngere Hände weiter. Die Ausbildung der Jugend gestaltete er noch bis zu Beginn der 90ger Jahre mit. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung 1978 wurde er zum Ehrentambour ernannt.

Als Beisitzer brachte Sturm seinen unermesslichen Erfahrungsschatz noch bis ins Jahr 1993 in den Vorstandssitzungen ein.

Durch den Feuerwehrverband wurde er beim Kameradschaftsabend 1984 für besondere Verdienste geehrt. Für sein großes Engagement in der Jugendarbeit und für seine Aufopferungsbereitschaft im Dienste der Feuerwehrmusik erhielt er im Jahre 1985 die Landesehrennadel.
1988 wurde er von der Gemeinde Reilingen für 30jährige Mitwirkung in der Vorstandschaft geehrt.

Für sage und schreibe 60 jährige Aktivität in den Reihen des Spielmannszug wurde er im Rahmen des Kameradschaftsabends der Wehr am 21.Januar 1995 geehrt. Hierbei wurde ihm vom BDBV die Ehrennadel in Gold mit Brief überreicht. Eine weitere Ehrennadel in Gold mit Urkunde erhielt er vom Kreisfeuerwehrverband.

Am 18.Dezember 1998 feierte der Ehrentambour mit seiner Gattin Else das Fest der Goldenen Hochzeit. Zum 80sten Wiegenfest gratulierten die Spielleute am 2.Dezember 1999.

Beim75jährigen Jubiläum seines Spielmannszuges wurde er am 23. Juni 2000 für seine unermesslichen Verdienste um den Verein geehrt. Karl Sturm wird in der Wehr und im Spielmannszug eine Lücke hinterlassen.

Wir werden uns an ihn stets mit großer Dankbarkeit erinnern.