Pfingstzeltlager der Jugendfeuerwehr


Das Pfingstzeltlager am Reilinger Sandweg  ist jedes Jahr ein Höhepunkt für die Kinder der  Jugendfeuerwehr Reilingen. Schon Wochen vorher wird Holz gesammelt und Vorbereitungen getroffen für vier Tage voller Spiel, Spaß, Spannung und Kameradschaft.

In diesem Jahr begleitete die Kinder eine ganz besondere Aufgabe, das „Zeltlagerprojet“. Nach der Ankunft und dem Zeltaufbau am Freitag erhielten die “Abenteurer“  von ihren Jugendleitern 15 Nägel und einen stabilen Bindfaden. Mit diesen beiden Hilfsmitteln und allen Naturmaterialen die es im Wald zu finden gibt, galt es ein Schiff zu bauen. Dies musste so gebaut sein, dass es über eine Strecke von ca. 100 Meter eine Kokosnuss plus zwei Kilogramm Gewicht transportieren kann und auch gleichzeitig etwas für eine schöne Optik zu bieten hatte.

Der Ehrgeiz und die Phantasie der Kinder waren sofort geweckt, es wurde Holz gesammelt, Baupläne erstellt und genagelt. Doch mit 15 Nägeln auszukommen ist echt schwer! „ Wie gut, dass wie bei  den Übungen viele sichere und hilfreiche Konten gelernt haben, dann können wir die Holzstücke auch zusammen binden“ hörte man die Schiffsbauer strahlen sagen. Die Jugendleiter waren begeister von den Konstruktionen und den vielen  Ideen die beim Bau zu sehen waren. Am Sonntagnachmittag  ging es dann mit großer Aufregung an die Kraichbach. Denn dort zeigte sich ob die Boote die Strecke bis zur Jury schafften und wie viel Zeit sie dazu brauchten. Egal ob als flacher Flitzer, als Katamaran oder als Mastschiff mit Blumenterrasse gebaut, alle schipperten problemlos über die Kraichbach ins Ziel. Eltern, Kameraden der Einsatzabteilung und jede Menge vorbeifahrender Fahrradfahrer standen gespannt an der großen Hertenbrücke  um Zeuge dieser interessanten Expedition zu werden.

 Nach einem großen Applaus legte der Feuerwehrnachwuchs noch einmal nach. In zwei Gruppen eingeteilt, eine links und eine rechts der Bach, galt es schnellstmöglich eine Saugleitleitung  aufzubauen, mit der das Wasser aus der Kraichbach gesaugt wurde, und dann die „Gegner“  auf der anderen Seite etwas abzukühlen und dabei natürlich auch den richtigen und sicheren Umgang mit den Strahlrohren zu üben.

Denn neben der vielen modernen Technik ist bei der Feuerwehr immer noch jede Menge Handarbeit und Geschicklichkeit erforderlich.

 Deshalb standen beim Zeltlager auch eine feuerwehrtechnische Ausbildung und eine Lagerolympiade an, hierbei waren die Gruppen in den Altersklassen bunt gemischt, denn  die Gemeinschaft und der Zusammenhalt wird auch bei der Jugendfeuerwehr schon groß geschrieben. Und bei der Siegerehrung am Montag, will ja jeder einen Platz belegen.

 Was natürlich bei einem Zeltlager überhaupt nicht fehlen darf ist zum einen die Nachtwanderung und zum anderen  das Lagerfeuer. Dort trafen sich am Abend die Jugendfeuerwehr und die Besucher der Einsatzabteilung, um den Abend  bei Stockbrod, Gemütlichkeit  und Spaß zusammen ausklingen zu lassen.

Früher oder später werden dann die heutigen Jugendfeuerwehrkinder mit den „Großen“ zusammen in den Einsatz fahren, und das Pfingstwochenende bietet immer eine großartige Möglichkeit allen zu zeigen was man in der Jugendfeuerwehr schon alles gelernt  hat. Feuerwehrarbeit, Verantwortung, Zusammenhalt, Kreative Arbeit und natürlich  zusammen so richtig Spaß zu haben.

K.D.