Pfingstzeltlager der Jugendfeuerwehr


Am Freitagnachmittag bezogen die Kinder und Jugendlichen der Reilinger Jugendfeuerwehr ihre Zelte am Reilinger Sandweg. Die Freude und die Spannung auf die kommenden Tage hier im Wald stehen ihnen sichtbar ins Gesicht geschrieben. Nachdem jeder sein Feldbett aufgebaut hat und seine Sachen verstaut, eröffnet Jugendwart Stefan Grahlert das Pfingstzeltlager 2013. „Bevor es aber richtig los geht, müssen wir noch die Einteilung für die verschiedenen Dienste und die Wachpläne erstellen“, sagt der Jugendwart. Im Sandwegstadion, wie die Jugendfeuerwehr ihren Zeltplatz schon seit Jahren nennt, wird nämlich immer selbst gekocht. Zusammen mit ihren Jugendleitern sorgt der immer wechselnde Küchendienst täglich für frisches Essen. Auch das Lagerfeuer muss in der Nacht bewacht werden damit es nicht ausgeht, dies übernehmen die älteren Kinder in wechselnden Schichten, natürlich auch mit Jugendleiterunterstützung.

Tim (10) ist in diesem Jahr das erste Mal beim Zeltlager am Sandweg dabei. Er ist seit zwei Jahren in der Jugendfeuerwehr und war im letzten Jahr dabei, als das Pfingstzeltlager auf einer Hütte im Schwarzwald statt fand. „Mit gefällt es hier im Wald sehr gut, wir machen Sachen die wir sonst nicht machen können. Nachts es als etwas kalt, aber dafür haben wir ja ein Lagerfeuer“, sagt er mit einem Blick in die lodernden Flammen. „Ich hab geholfen als wir das große Loch gegraben haben, das war ganz schön Arbeit“.  Die Arbeit hat sich allerdings gelohnt, denn für alle ist es schön abends am Feuer zusammen zu sitzen, Stockbrod zu essen und zu erzählen. „Ich liebe die Lagerfeuer beim Zeltlager, das ist immer so heimelig und man lernt sich hier am Feuer besser kennen“, erzählt die 16 jährige Debora lächelnd. Sie ist nun seit sieben Jahren mit dabei und freut sich immer wieder auf die tollen Spiele und auch auf die Nachtwanderung. „Diese Mal sind wir an den Feldern und am Waldrand entlang Richtung Friedhof gewandert, und natürlich wieder zurück. Es gab fünf Stationen an den wir Aufgaben lösen musste. Bei einer musste wir die Schuhgrößen unserer Jugendleiter schätzen.“

Was bei den Tagen im Wald immer mit dazugehört, und was die Teilnehmer jedes Jahr auf neue erwarten, ist die Lagerolympiade. Mit Wasser- und Geschicklichkeitsspielen möchte jede Gruppe die meisten Punkte bekommen um am Abend als Sieger gekrönt zu werden. Auch der Frühsport und die Ausbildung dürfen nicht fehlen. In diesem Jahr gab es, nach einer Löschübung am Mittag, Samstagabends eine Abendübung am Feuerwehrhaus. Mit einem „Firetrainer“, wie Mittags geübt, wurde ein Übungsfeuer  mit echten Flammen dargestellt, das gelöscht werden musste. „Das war echt cool“, berichtet Tim der als Angriffstruppmann mit dem Strahlroch ganz vorne bei der Brandbekämpfung war. Die Gruppe des anderen Fahrzeuges rettete eine verletzte Person aus dem Keller.

Am Sonntagmittag macht sich die Gruppe zu einem Ausflug zur Feuerwehr Walldorf auf.  Mit dem Teleskopmast geht es hoch hinaus und die nahenden Regenwolken werden erst mal verdrängt. Doch bald sind die ersten Tropfen zu spüren und die vielen Äste können das Nass nicht mehr aushalten. Den Spaß lassen sich die kleinen Feuerwehrfrauen- und Männer nicht verderben, denn am Abend findet ja die Cocktailparty, natürlich Alkoholfrei, statt. Nach dem Mittagessen am Sonntag heißt es dann zusammenräumen.

„Wir können die Kinder nur loben“ sagt der stellvertretenden Jugendwart Florian Schulze erfreut. „Alle haben toll mit gemacht, die Großen haben auf die Kleinen aufgepasst und die ganze Gruppe richtig fest zusammen gehalten. Es hat auch nicht nur den Kinder, sondern auch uns Jugendleitern Spaß gemacht und wir haben schon die eine oder andere Idee fürs nächste Jahr.“ Dann startet der Motor des Feuerwehautos und die Kinder werfen einen letzten Blick auf ihr Sandwegstadion, das vier Tage ihr zuhause war.