Spendenübergabe an die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Dudenhofen


Es war ein lauter Knall der am 28.09.2013 in den frühen Morgenstunden bis nach Reilingen zu hören war. Während viele Bürger um 5.12 Uhr aufgeweckt wurden explodierte in Harthausen ein Flüssiggastank, ein Feuerball zog über die Feuerwehrleute die dort im Einsatz waren hinweg und verletzte 16 von ihnen schwer.

An der Freiwilligen Feuerwehr Reilingen ging dieser Unfall nicht spurlos vorbei, schließlich weiss keiner der Einsatzkräfte was sie im nächsten Einsatz erwartet. Der Vorfall zeigte auch, dass es nicht selbstverständlich ist, dass alle Kameraden wieder gesund vom Einsatz zurück kehren. Der Reilinger Feuerwehrmann Michael Sturm entschloss sich schnell und sagte: „Den Feuerwehrleuten möchte ich eine Spende zukommen lassen“. Kommandant Mike Supper fand es eine sehr gute Idee und stellte bei der Jahreshauptübung einen Spendenhelm auf. Aber nicht nur die Feuerwehrleute zeigten sich mitfühlend, auch Besucher waren von dem Geschehen erschüttert und schlossen sich der Spendenaktion an. Bürgermeister Stefan Weisbrod stockte im Namen der Gemeinde Reilingen den gesammelten Betrag nochmal auf, und so wurde vor wenigen Tagen ein Scheck über 500 Euro an die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Dudenhofen, zu der die Feuerwehr Harthausen gehört, übergeben.

Wehrleiter Stefan Zöller freute sich über die kameradschaftliche Spende, aber auch ganz besonderes darüber, dass die Feuerwehrleute die bei diesem gefährlichen Einsatz dabei waren nicht vergessen sind. „Es war ein schrecklicher Moment, denn keiner konnte mit dieser Explosion rechnen. Wir wussten nicht was auf dem Gelände alles gelagert ist und die Informationen waren spärlich. Um 4.22 Uhr wurden wir alarmiert und waren wenig später mit 22 Einsatzkräften vor Ort. Eine halbe Stunde später waren 16 von ihnen, mit teils schweren Verbrennungen, auf dem Weg in verschiedene Krankenhäuser. Einer der schlimmsten Momente für einen Einsatzleiter“, sagte Stefan Zöller. Bis auf zwei Kameraden, die immer noch nicht arbeitsfähig sind, haben sich alle wieder recht gut erholt. Doch den Schreck, den sie an diesem Morgen erlitten haben, werden sie wohl nie vergessen. Bei einer Präsentation über den Einsatz bekamen Mike Supper und Michael Sturm genau erklärt was in diesem Einsatz geschehen war. 440 Meter wurde der explodierte Tank durch die Luft geschleudert und schlug nur knapp neben einer Pension ein.

Zum Abschluss zeigten Bilder die stark beschädigte Einsatzkleidung, die allen Verletzten das Leben gerettet hatte. „Dank unserer guten Schutzausrüstung beschränkten sich die Verbrennungen auf Gesicht und Hände“, sagte Zöller. Auch der Bürgermeister der Verbandsgemeinde, Peter Eberhard, bestätigte diese Aussage und freute sich über den Besuch aus Reilingen:  „Es ist schön zusehen, wie die Feuerwehren zusammenhalten und sich in der Not halfen“. Auch Feuerwehrmänner, deren Brandverletzungen bereits verheilt sind, bedankten sich persönlich bei den Überbringern der Spende. Ganz langsam findet die Wehr wieder ihren normalen Weg und es finden wieder Übungen statt. Doch die medizinische und psychische Nachsorge wird viele von ihnen noch lange begleiten.