Übergabe GW-L2 und Verabschiedung aus dem Amt des Kommandanten


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„Wer, wie unsere Feuerwehr, vielerlei und oftmals auch schwierigen Anforderungen gewachsen sein soll, muss gut ausgebildet, immer wieder fortgebildet und natürlich auch sehr engagiert und bestmöglich ausgerüstet sein“, erklärte Bürgermeister Stefan Weisbrod am Freitagabend bei der Übergabe des neuen Feuerwehrfahrzeuges Gerätewagen- Logistik 2 (GW-L2). Nach zweimaliger Ablehnung der Zuschussanträge beschlossen die Gemeindeverwaltung und der Gemeinderate am 30. März 2015 dieses Fahrzeug ohne Zuschuss zu beschaffen. Somit zeigten sie, dass sie sich ihre Aufgabe, die im Feuerwehrgesetz unter Paragraph drei wie folgt beschrieben ist, „Jede Gemeinde hat auf ihre Kosten eine den örtlichen Verhältnissen entsprechende leistungsfähige Feuerwehr aufzustellen, auszurüsten und zu unterhalten“ voll uns ganz erfüllt. Mit der Beschaffung des GW-L2 wurde nun das 35 Jahre alte Löschfahrzeug LF8 ersetzt und somit eine Investition in die Sicherheit der Reilinger Bürger getätigt. Kommandant Markus Piperno erläuterte bei der Feierstunde was sich in diesem neuen Fahrzeug mit einem Wert von rund     240. 000 Euro alles versteckt. Es sei ein nachrückendes Fahrzeug mit Platz für sechs Einsatzkräfte. Der Kofferaufbau bietet Platz für neun Rollcontainer die individuell beladen sind, außerdem ist ein Stromerzeiger und eine Tragkraftspritze darauf verlastet. „Es gibt eine Standartbeladung für die Einsatzstichworte „Brand“ und „Hilfeleistung“, sowie eine ergänzende Beladung bei zeitunkritischen Einsätzen“. Die Be- und Entladung erfolgt über eine Hebebühne. Zwei Rollcontainer sind speziell für Einsätze mit „Wasserschäden“, welche in den letzten Jahren stark zugenommen haben, mit Wassersaugern und Tauchpumpen ausgestattet. Zwei weitere sind mit Schlauchmaterial bestückt, wodurch der Schlauchanhänger aus dem Jahr 1970 ersetzt wurde.

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Die fast zwei jährige Planungsphase des Fahrzeugausschusses, bestehend aus Markus Piperno, Michael Malcher, Florian Schulze, Mike Supper, Edwin Jungkind, Michael Sturm, Andreas Ruck, Alexander Dietz und Viktor Faber, führte dazu dass nun ein zeitgemäßes Fahrzeug seiner Aufgabe übergeben wurde. „Es ist somit auch das erste Fahrzeug mit diesem Ausstattungsstandard und dieser Beladung in den HoRAN Gemeinden. Unsere Feuerwehr wird dadurch als unser verlässlicher Sicherheits-Partner zukunftsfähig gestärkt aufgestellt, nicht nur innerhalb unserer Gemeinde, sondern selbstverständlich und gerne im Rahmen der gewünschten Überlandhilfe“, ergänzte der Bürgermeister. Die Einweisungen und Schulungen der Einsatzkräfte zum Umgang mit dem neuen Fahrzeug sind bereits erfolgt und somit ist es ab sofort einsatzbereit.

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Zu Wort meldeten sich auch Rüdiger Maier von der Firma Ziegler, die auf eine 125 jährige Geschichte im Feuerwehrfahrzeugbau zurück blicken kann, und den GW-L2 in dem ausführenden Werk in Rendsburg gebaut hatte. Er wünschte allzeit eine gute Fahrt uns überreichte ein Foto vom Tag der Abhollung des Fahrzeuges.

Peter Bierlein überbrachte die guten Wünsche der Feuerwehren des Unterkreises Schwetzingen, deren Kommandanten ebenfalls fast komplett anwesend waren, und überreichte einen Präsentkorb.

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Schöne Worte für ein schönes Ereignis hatten Pfarrer Jörg Hirsch und Dekan Jürgen Grabetz mitgebracht, um für den GW-L2 und für die Mannschaft den Segen auszusprechen. Pfarrer Jörg Hirsch sprach die Worte des Propheten Jesaja, die er passen zu dem Ereignis gewählt hatte: „Denn so du durch Wasser gehst, will ich bei dir sein, daß dich die Ströme nicht sollen ersäufen; und so du ins Feuer gehst, sollst du nicht brennen, und die Flamme soll dich nicht versengen“. Dekan Jürgen Grabetz erzählte, dass er selbst schon drei mal bei Einsätzen der Reilinger Feuerwehr dabei war und die Arbeit der Frauen und Männer zu schätzen wisse. Nach einem Gebet segnete er den GW-L2 und bekam vom Bürgermeister auch gleich eine weitere Aufgabe übertragen, dass gespendete Bierfass von der Firma Gögele anzustechen. „Sie haben es ja schon mitbekommen, das ist nicht so ganz mein Spezialgebiet“ sagte Weisbrod. Grabetz dagegen hatte den Hahn mit wenigen Schlägen und ohne Bierverlusst versengt.

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Angeschlossen an die Fahrzeugübergabe, die vom Spielmannszug unter der Leitung von Jürgen Oechsler umrahmt wurde, war auch die Verabschiedung von Mike Supper aus dem Amt des Kommandanten. Von 2005 bis 2009 fungierte er als Stellvertreter und übernahm danach selbst das Amt des Kommandanten. In dieser Zeit wurde unter anderem das Hilfeleitungslöschfahrzeug beschaffen, der Großbrand im Jahr 2008 bei der Firma Eisel mit 540 Feuerwehrleuten und eine Brandserie in einem Containerbetrieb souverän unter seiner Leitung gemeistert. Kommandant Markus Piperno erinnert auch daran, dass Supper schon vorher als stellvertretender Jugendwart tätig war und im Führungsstab des Rhein- Neckarkreises mitarbeitet. Anfang des Jahres stellt er aus beruflichen Gründen sein Amt zur Verfügung und erhielt am Freitagabend nochmal einen gebührenden Dank für sein großes Engagement. Markus Piperno überreichte im Namen der Wehr ein Geschenk und auch der Bürgermeister hatte ein Präsent dabei. In den Dank mit eingeschlossen wurde auch Ehefrau Nicole und Tochter Klara, die beide ebenfalls immer hinter der Feuerwehr standen. „Wir freuen uns sehr, dass Mike Supper neben Beruf und Familie auch weiterhin als aktiver Feuerwehrmann mit einem großen Erfahrungsschatz zu Verfügung steht“, sagte Piperno. Dies bestätigte auch der Bürgermeister der stets zu sagen pflegte: „Ihr Namen ist ihr Programm, die Reilinger Feuerwehr ist einfach „Supper“.