Viertklässler zu Besuch bei der Feuerwehr


Der Beruf Feuerwehrmann zählt  bei den Kindern immer noch zu den Favoriten. In Filmen und Bücher erfahren sich auch so einiges über die Arbeit der Frauen und Männer, die mit den großen roten Autos  unterwegs sind. Aber stimmt das denn alles auch? Um dies festzustellen besuchten in der letzten Woche die Viertklässler der Friedrich von Schiller Schule die Freiwillige Feuerwehr Reilingen. Kommandant Mike Supper, sein Stellvertreter Markus Piperno, Jürgen Oechsler, Andreas Ruck und Katrin Dietrich hatten sich an diesem Morgen extra für die drei Klassen freigenommen, um den Kinder zu zeigen was es bei der Feuerwehr so alles zu tun gibt.

Gespannt standen die Kinder vor dem Feuerwehrauto, und konnten es kaum abwarten bis die Rollläden aufgingen. „Oh, da sind aber viele Sachen, für was braucht man das alles?“ Da die Feuerwehr schon lange nicht mehr nur bei Bränden gerufen wird, sondern im Laufe der Zeit immer mehr Aufgaben dazu bekam, muss natürlich auch die Ausrüstung stimmen. Man braucht Geräte, wie eine Rettungsschere und einen Spreitzer um Menschen bei einem Verkehrsunfall aus einem Fahrzeug zu befreien. „Das ist aber ganz schön schwer“, stellten sie Schüler fest, als die versuchen die ca. 20 Kilogramm schweren Geräte hochzuheben. „Für was braucht ihr denn einen so großen Ventilator auf dem Feuerwehrauto?“ wurde neugierig gefragt. „Um den giftigen Brandrauch aus einem Haus oder einer Wohnung zu blasen“, war die Antwort von Feuerwehrmann Andreas, der genau erklärte wie das funktioniert. Mit großen, und Teils  glänzenden Augen, folgten die Schüler den weiteren Erklärungen zur Fahrzeugbeladung.

Aber im Feuerwehrhaus gibt es noch einiges mehr zu entdecken. Die Werkstadt in denen die Gräte geprüft oder repariert werden, oder der andere Raum gleich neben an, der an eine Arztpraxis erinnert und sich Atemschutzwerkstadt nennt. „Um uns vor dem Giftigen Rauch zu schützen, müssen wir die Masken aufsetzen und das Gerät mit der Atemluftflasche anschließen. Nach dem Einsatz muss dann alles wieder gereinigt und geprüft werden, dafür muss alles ganz sauber und hygienisch sein“, erklärte Markus, „denn es geht ja um unsere Gesundheit.“

Weiter wurde den Kinder erklärt wie die Funkgeräte funktionieren und warum diese bei der Feuerwehr so wichtig sind. Ein weiterer Höhepunkt war die Funktion des Hebekissens. Nachdem alle Schläuche angeschlossen waren musste nur noch der kleine Hebel nach vorne gedrückt werden und das Kissen füllte sich mit Luft. Wurde immer größer und größer und hatte so viel Kraft, dass es sogar eines der Feuerwehrautos anhaben konnte. Schnell verstanden die Viertklässler den Sinn eines solchen Hebekissens. „Wenn jetzt ein Mensch irgendwo eingeklemmt ist, kann man damit Sachen hochheben und ihn befreien, stimmt‘ s?“ Als kleine Feuerwehrspezialisten verließen die Schüler mit ihren Lehrer nach zwei Stunden  die Feuerwehr wieder in Richtung Schule.

„Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit, den Kindern die Arbeit der Feuerwehr zu erklären, ihre Fragen zu beantworten und sie auch einmal ganz dicht an die Fahrzeuge und Geräte heran zu lassen, dafür nehmen wir uns gerne Zeit“, sagen die Kommandanten. Ob der Beruf Feuerwehrmann nun auf der Liste der Berufswünsche weiter nach ober gerutscht ist blieb verborgen, aber viele zeigten Interesse an der Jugendfeuerwehr. „Das sind unsere freiwilligen Einsatzkräfte von morgen“.